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  1. Weiterbildung nimmt Fahrt auf
  2. Info-Mobil ist mit neuem Angebot in Stadt unterwegs

    Das Land Hessen schickt ein Info-Mobil durch Frankfurt, um mit einer Qualifizierungsoffensive dem Fachkräftemangel zu begegnen. Kooperationspartner der mobilen Bildungsberatung ist die Fahrbibliothek der Stadtbücherei Frankfurt.

    beschäftigt sich schon seit einiger Zeit damit, wie er seine beruflichen Fähigkeiten verbessern und an wen er sich dazu wenden kann. Da kommt das Beratungsgespräch mit Dr. Christel Lenk, der Qualifikationsbeauftragten der Stadt Frankfurt, für den gelernten IT-Systemelektroniker wie gerufen. Gauderer würde nach elf Jahren Berufspraxis gerne noch ein Studium der Wirtschafts-Informatik beginnen. "Aber neben dem Beruf ist das ziemlich schwierig", sagt der 29-jährige im Gespräch mit der Fachfrau.

    Kostenlose Beratung

    Gauderer ist zufällig auf das Info-Mobil von Christel Lenk und ihrem Kollegen Alexander Kochem aufmerksam geworden. Auch wenn es ziemlich kalt ist, nahmen sich die beiden Experten gestern am Standort vor der Stadtbücherei Sachsenhausen die nötige Zeit für eine ausführliche Fachberatung, anstatt in ihrem kuscheligen Büro zu sitzen. Damit noch viele weitere an einer Fortbildung interessierte Arbeitnehmer das kostenlose Beratungsangebot nutzen können, wird das Info-Mobil in dieser Woche gemeinsam mit der Fahrbibliothek der Stadtbücherei kreuz und quer durch Frankfurt touren.

    Eine Woche auf Tour

    "Wir wollen in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei möglichst viele Bildungsinteressierte kontaktieren", sagt Alf Kindinger, der Projektleiter des Vereins Weiterbildung Hessen, dessen Info-Mobil im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) bis 2013 durch ganz Hessen fahren soll. Dabei kommen die Qualifikationsbeauftragten nicht mit leeren Händen zu den Interessenten. Neben der kostenlosen Beratung haben sie auch Qualifizierungsschecks im Wert von 500 Euro im Gepäck. Dieses aus dem europäischen Sozialfond für Weiterbildung finanzierte Instrument ist auf Angestellte aus kleinen und mittelgroßen Betrieben mit bis zu 250 Mitarbeitern zugeschnitten.

    Wer über keinen anerkannten Berufsabschluss verfügt, älter als 45 Jahre ist oder maximal 30 Wochenstunden in Teilzeit arbeitet, besitzt Anrecht auf einen Qualifizierungsscheck. Mit dessen Hilfe lassen sich zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen finanzieren.

    Fortbildungen sind wichtig

    Wie Christel Lenk und Alexander Kochem aus ihrer täglichen Berufspraxis wissen, profitieren nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch ihre Arbeitgeber von regelmäßigen Weiterbildungen. Gleichwohl nimmt derzeit nur rund jeder zehnte Angestellte eines kleinen oder mittelgroßen Betriebs sein Recht auf Fortbildung in Anspruch. In Großbetrieben ist diese Quote beinahe doppelt so hoch. Aus diesem Grund sei es extrem wichtig, nicht nur Angestellte, sondern auch ihre Chefs über die Angebotsfülle an Fortbildungsmöglichkeiten zu informieren. "Daher haben wir den Fahrplan unseres Busses an viele Unternehmen geschickt", erklärt Christel Lenk, die zum Start des neuartigen Pilotprojekts auf eine gute Resonanz hofft. mov (mov)

    Artikel vom 24. Oktober 2011 in der FNP

     
     

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Letzte Änderung am 21.10.2011

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